06 · Prüfstand
Kostenloser AI-Traffic-Checker
Finde Besuche aus ChatGPT, Perplexity, Claude und Gemini in deinem Analytics-Export, und die Zielseiten, auf denen sie ins Leere laufen.
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Wie das Ergebnis entsteht
Der Analyzer liest eine unterstützte CSV lokal im Browser und gruppiert Zeilen anhand transparenter Quellenregeln.
Kostenlos startenDer wertvollste Traffic im Bericht ist der, den der Bericht nicht ausweist
Ein Besuch aus einem KI-Assistenten kommt anders zustande als ein Besuch aus der Google-Suche. Jemand hat eine Frage gestellt, eine Antwort bekommen und sich dann entschieden, einer genannten Quelle zu folgen. Diese Besuche sind selten, aber die Absicht dahinter ist ungewöhnlich konkret, und in den Standardberichten sind sie unsichtbar, weil sie im Sammelkanal „Referral“ oder im Direktverkehr verschwinden.
Der teurere Teil des Problems liegt aber woanders. KI-Assistenten zitieren häufig aus einem älteren Stand. Eine URL, die du vor einem Jahr umgezogen hast, wird weiterhin genannt. Google hat den Umzug längst nachvollzogen, die Empfehlung im Chat nicht. Wenn dort eine Weiterleitungskette oder ein 404 wartet, verlierst du nicht einen Besuch, sondern jeden Besuch aus dieser Empfehlung, so lange sie im Umlauf ist.
Was man dagegen tun kann, ist unspektakulär und wirksam: die genannten Ziele auf Status prüfen, Ketten auf einen Sprung verkürzen und tote Adressen auf die inhaltlich nächste Seite legen statt auf die Startseite. Der Aufwand ist gering, und er wirkt rückwirkend auf jede Empfehlung, die schon draußen ist.
AI-Traffic-Checker: Was geprüft wird
Besuche aus KI-Assistenten erscheinen in Analytics-Standardberichten fast nie als eigene Größe. Sie landen im Sammelkanal „Referral“ zwischen allen anderen verweisenden Seiten oder, wenn kein Referrer übertragen wird, im Direktverkehr. Beides führt dazu, dass ein wachsender Kanal in den Berichten unsichtbar bleibt.
Der Checker geht deinen Export nach bekannten KI-Referrern und den zugehörigen UTM-Quellen durch und stellt sie als eigene Gruppe dar. Der zweite und wichtigere Teil ist der Zielseitenstatus: Ein KI-Assistent nennt oft eine URL, die er aus einer älteren Datenbasis kennt. Läuft sie inzwischen über eine Weiterleitungskette oder ins Leere, ist der Besuch verloren, und zwar genau der Besuch, der mit hoher Kaufabsicht kam.
Bewusst ohne Hochrechnung: Was im Export nicht enthalten ist, wird nicht geschätzt. Ein Teil des KI-Traffics ist mit Referrer-Daten grundsätzlich nicht erfassbar, und eine erfundene Dunkelziffer würde die Zahlen unbrauchbar machen.
Die Begriffe, kurz erklärt
- Referrer
- Die Seite, von der ein Besuch kam. Wird von Browsern übertragen, von App-Clients und manchen Datenschutzeinstellungen aber nicht, weshalb ein Teil der KI-Besuche als Direktverkehr erscheint.
- utm_source=chatgpt.com
- Der Parameter, den ChatGPT an ausgehende Links hängt. Er ist der zuverlässigste Marker für diesen Kanal, weil er auch dann ankommt, wenn der Referrer fehlt.
- Dark Traffic
- Besuche ohne verwertbare Herkunftsangabe. Bei KI-Assistenten überdurchschnittlich häufig, weil viele Zugriffe aus nativen Apps statt aus dem Browser kommen.
- Weiterleitungskette
- Mehrere aufeinanderfolgende Redirects bis zum Ziel. Jeder Sprung kostet Zeit, und ab einer gewissen Länge brechen Clients ab, der Besuch endet, bevor die Seite erscheint.
Befund lesen und handeln
Zielseite erreichbar
Die verlinkte URL antwortet direkt mit Status 200. Der Besuch kommt an, wo er soll.
Nichts.
Redirect-Kette gefunden
Die genannte URL zeigt über mindestens zwei Sprünge auf das Ziel. Das kostet Ladezeit und bricht bei manchen Clients ganz ab.
Die Kette auf einen einzigen Redirect verkürzen und die Zielseite direkt verlinken, wo du selbst die Quelle kontrollierst.
404-Ziel
Der Assistent nennt eine URL, die es nicht mehr gibt, meist nach einem Relaunch oder einer Slug-Änderung. Jeder dieser Besuche geht verloren.
Weiterleitung auf die inhaltlich nächste Seite einrichten, nicht pauschal auf die Startseite.
Keine AI-Referrer im Export
Entweder gibt es diesen Traffic noch nicht, oder der Export enthält die Referrer-Spalte nicht beziehungsweise einen zu kurzen Zeitraum.
Export mit Quelle, Zielseite und mindestens 30 Tagen erneut ziehen.
Drei Fehler, die wir immer wieder sehen
Direktverkehr für KI-Traffic halten
Fehlende Herkunft ist kein Beleg für KI. Lesezeichen, E-Mail-Clients und QR-Codes landen dort genauso. Belastbar sind nur die tatsächlich erkennbaren Referrer und UTM-Quellen, der Rest bleibt unbekannt und sollte so benannt werden.
Auf die Startseite weiterleiten
Ein KI-Assistent nennt eine URL, weil er dort einen bestimmten Inhalt vermutet. Wer alle toten Ziele auf die Startseite schickt, verwandelt eine konkrete Absicht in einen Absprung.
Nach Sitzungen statt nach Abschlüssen bewerten
KI-Verweise kommen in kleiner Zahl, aber mit ungewöhnlich hoher Absicht, der Nutzer hat sich die Empfehlung geholt und den Link bewusst geöffnet. Wer den Kanal an Sitzungen misst, stuft ihn zu niedrig ein.
AI-Traffic-Checker: Häufige Fragen
Warum zeigt GA4 KI-Traffic nicht als eigenen Kanal?
Weil die Standard-Kanalgruppierung KI-Assistenten nicht kennt. Ihre Verweise fallen in „Referral“ oder, ohne Referrer, in „Direct“. Mit einer eigenen Kanalgruppe lässt sich das nachrüsten; dieser Check funktioniert unabhängig davon direkt auf dem Export.
Wie viel KI-Traffic sehe ich gar nicht?
Das lässt sich nicht seriös beziffern, und wir schätzen es bewusst nicht. Bekannt ist der Mechanismus: Zugriffe aus nativen Apps übertragen häufig keinen Referrer. Belastbar ist nur, was im Export tatsächlich steht.
Welche Quellen werden erkannt?
Die bekannten Assistenten-Domains, darunter chatgpt.com, perplexity.ai, claude.ai und die Gemini-Oberflächen, sowie die zugehörigen UTM-Quellen. Die Liste wächst, deshalb ist sie im Ergebnis ausgewiesen und nicht in einer Zahl versteckt.
Warum sind kaputte Zielseiten hier so wichtig?
Weil KI-Assistenten oft aus einer älteren Datenbasis zitieren. Eine URL, die du vor einem Jahr umgezogen hast, wird weiterhin genannt. Anders als bei Google, das die Änderung nachvollzieht, bleibt die alte Adresse in Umlauf, ein 404 an dieser Stelle kostet dauerhaft.
Brauche ich dafür ein Analytics-Konto bei euch?
Nein. Der Check arbeitet auf einem Export, den du bereits hast. Es wird kein Skript eingebunden, kein Tracking hinzugefügt und keine Verbindung zu deinem Analytics-Konto hergestellt.
Primärquellen
Die Aussagen auf dieser Seite stammen aus der Dokumentation der Anbieter, nicht aus zweiter Hand. Jede Quelle ist verlinkt, damit du nachlesen kannst, was dort tatsächlich steht.
Weiter mit Contextter
Ein Export ist eine Momentaufnahme
Ein einmaliger Blick zeigt, was heute kaputt ist. Er zeigt nicht, was nächsten Monat kaputtgeht, wenn der nächste Relaunch Slugs verschiebt.
- Überwacht Zielseiten laufend, statt einen Export zu einem Zeitpunkt zu prüfen.
- Meldet neue 404-Ziele und Weiterleitungsketten, bevor sie Besuche kosten.
- Verbindet KI-Verweise mit den Inhalten, die sie ausgelöst haben, damit du weißt, was tatsächlich zitiert wird.
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